Das Feederangeln – der Einstieg

Das Feederangeln – der Einstieg

Das Feederangeln erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Das klassische Feederangeln wird mit einer Grundmontage realisiert, bei der ein Futterkorb freilaufend z.B. auf einer Schlaufe oder mit einem Anti Tangle Boom auf der Hauptschnur befestigt wird. Der Futterkorb wird mit einem Grundfutter gefüllt und der Köder am Haken des Vorfachs befestigt. Somit wird immer direkt in der Nähe des Köders angefüttert. Konzentriert man seine Auswürfe immer auf ein kleineres Gebiet, dann bildet sich dadurch eine attraktive Futterstelle, die immer mehr Fische anlockt. Nimmt ein Fisch den Köder auf, wird über die sanft gespannte Hauptschnur der Biss auf die feine Feederrutenspitze übertragen und der Angler setzt beim Schwingen der Spitze den Anhieb.

Was benötigt man zum Feederangeln?

Zum einen benötigt man eine Feederrute. Diese wird oft mit mehreren Spitzen angeboten, die je nach Stärke unterschiedlich fein auf Bisse reagieren. Hier kann man bereits mit Ruten um die 50 Euro gute Ergebnisse erzielen. Natürlich sollte man nicht alt so viel von den teils sehr günstigen Ruten erwarten. Außerdem benötigt man eine Feederrolle, eine Stationärrolle oder eine kleine Freilaufrolle. Das ist im Prinzip Euch überlassen, denn mit all diesen Rollen, kann man Feedern. Auch hier sollte man lieber ein paar Euro mehr ausgeben, um dauerhaft Freude beim Angeln zu haben. Hier kann man ab 50 Euro schon das eine der andere Schnäppchen machen. Da die Bissübertragung auf die Rutenspitze sehr wichtig ist, sollte man Schnüre mit wenig Dehnung und guten Sinkeigenschaften verwenden. Man ist also mit einer geeigneten geflochtenen Schnur immer gut beraten. Diese solltest Du nicht zu dick wählen. Als Vorfach eignet sich hervorragend Flurocarbon. Zum einen ist dieses sehr abriebfest und zum Anderen unter Wasser so gut wie unsichtbar. Welchen Haken Du verwenden solltest, hängt vom Zielfisch ab und ist analog zur normalen Grundangelei.

Wie ist eine mögliche Feedermontage aufgebaut?

Wie schon erwähnt, gibt es mehrere Möglichkeiten. Zu den einfachsten zählt die Variante, wo der bebleite Feederkorb wie eine Laufbleimontage montiert wird. Als erstes fädelt man also einen Karabinerwirbel auf die Hauptschnur, wo dann der Futterkorb eingehängt werden kann, dann folgt eine Perle und anschließend ein Wirbel, an dem das Vorfach samt Haken geknotet werden kann. Alternativ zum Karabinerwirbel und die Perle kann auch ein Perlenwirbel mit Karabiner verwendet werden.

Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung eines Anti Tangle Booms. Dieser wird auf die Hauptschnur aufgefädelt, daran wird der Korb gehangen, anschließend folgt eine Perle und dann der Wirbel, an dem das Vorfach mit Haken gebunden werden kann. Diese Variante hat den Vorteil, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sich beim Auswerfen das Vorfach um den Futterkorb wickelt, gegen Null geht.

Die letzte Möglichkeit ist die Verwendung einer Schlaufe, auf der der Futterkorb laufen kann. Wird diese Montage richtig ausgeführt, verhält sie sich ähnlich wie der Anti Tangle Boom und verhindert das Verheddern während des Auswerfens. Hierzu wird das Flurocarbon, welches die geflochtene Hauptschnur mit dem Vorfach verbindet straff gehalten. Nun wird ein Stück Schnur z.B. 50-60cm oberhalb des Wirbels vom Vorfach an das Flurocarbon geknotet. Jetzt fädelst Du einen Karabinerwirbel für den Korb auf die Schnur auf und knotest das untere Ende unter Zugabe von ca. 5-10cm an den Vorfachwirbel. Dadurch bildet sich nun eine seitliche Schlaufe, auf der der Korb hoch und runterlaufen kann. Beim Auswerfen sorgt das Gewicht des Korbs dafür, dass der Vorfachwirbel seitlich vom Korb samt Vorfach absteht und ein Verheddern weitestgehend verhindert werden kann.

Was muss ich beim Rutenhalter beachten?

Der Rutenhalter muss dafür sorgen, dass die Rute sicher und fest darin platziert werden kann. Die Rute wird möglichst im Rechten Winkel zur Schnur montiert, um eine optimale Bissanzeige zu gewährleisten. Es gibt auch spezielle Feederrutenhalter, die über seitliche Erhöhungen verfügen und ein Verrutschen der Rute beim Biss verhindern. Außerdem ermöglichen diese eine schnelle Rutenaufnahme, um den Anhieb zu setzen. Also unsere klare Empfehlung: Kauf Dir einen solchen Feederrutenhalter!

Was für ein Futter ist geeignet?

Im Prinzip kann beinahe jedes Grundfutter verwendet werden. Wichtig ist, dass es nicht zu feucht angemischt wird. Beim Zusammendrücken mit der Hand muss es einen Klumpen ergeben, der sich aber auch schnell wieder zerbröseln lassen sollte. Man kann das auch in einem Wassereimer testen. Im Korb wird das Futter leicht oben und unten mit der Hand angedrückt. Beim Auswerfen sollte es stabil im Korb bleiben. Sobald der Korb im Wasser liegt, sollte sich das Futter langsam aus dem Korb lösen und eine kleine Futterstelle um den Korb herum bilden. Dann ist das Futter perfekt eingestellt. Übrigens könnte ihr auch Wurmstücke und Maden ins Futter mischen. Dies erhöht die Attraktivität des Futters erheblich.

Was ist Methodfeeder-Angeln?

Eine besondere Form des Feederangelns ist das Methodfeeder-Angeln. Dabei dient das spezielle Blei, dass fest montiert ist auch gleichzeitig als Futterkorb. Das Vorfach ist sehr kurz ausgeführt und gewährleistet so eine funktionale Selbsthakmontage. Ein Anhieb durch den Angler ist im Prinzip nicht notwendig, auch wenn ein leichter Anhieb in den meisten Fällen nicht schadet. Als Köder kommen oft kleine Boilies, Popups oder Pellets zum Einsatz. Das Futter können kleine, meist speziell fürs Methodfeedern entwickelte Pellets sein, die sich gut an das Methodfeederblei andrücken lassen und dort auch gut halten. Aber auch normales Grundfutter mit nicht alt so vielen groben Partikeln ist in der Regel gut geeignet. Also einfach mal ausprobieren.

Als kleiner Einstieg soll das reichen. Wir wünschen Dir viel Spaß bei dieser interessanten und sehr fängigen Angelmethode.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.